Sachsen-Anhalts größte Bibliothek begeht 500. Jubiläum

Vor 500 Jahren ist in Magdeburg eine der ältesten städtischen Bibliotheken Deutschlands gegründet worden. „Am 6. November 1525 begann die Geschichte der Einrichtung der heutigen Stadtbibliothek mit der Übergabe von 200 Bänden und Handschriften aus der Bibliothek des Augustinerklosters an den Rat der Stadt Magdeburg“, sagte Stadtsprecher Marcel Reif am Donnerstag in Magdeburg.

Heute sei sie mit rund 400.000 Medien die größte öffentliche Bibliothek in Sachsen-Anhalt, die meistbesuchte Kultureinrichtung Magdeburgs und bei vielen Lesungen und Vortragsveranstaltungen das „Wohnzimmer der Stadt“. Zudem gebe es eine virtuelle Bibliothek mit rund 100.000 E-Books und Hörbüchern sowie 7.000 Zeitschriften in 60 Sprachen.

Mit seiner sogenannten Ratsherrenschrift hatte der Reformator Martin Luther 1524 den Gründungsimpuls für Bibliotheken in öffentlicher Hand gegeben. Darin forderte er die „radherren aller stedte deutschen lands“ auf, Schulen und Bibliotheken zu errichten. Im selben Jahr hatte Luther den Rat der Stadt Magdeburg überzeugt, den „neuen Glauben“ in den Magdeburger Kirchen einzuführen. Doch dauerte es in Magdeburg noch bis zum Jahr 1816, bis die Bestände der Ratsbibliothek geordnet und für die Öffentlichkeit nutzbar wurden.

In der Folge wurden auch Volksbüchereien in den Stadtteilen errichtet. Heutzutage umfasst der historische Bestand mehr als 90.000 Bände, der Teil des „Gedächtnisses“ der Stadt Magdeburg ist. Einige der besonderen Kostbarkeiten können noch bis zum 30. November in der Stadtbibliothek besichtigt werden.

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