Die Hilfsaktion „Sternenregen“ der Kirchen im Saarland und von Radio Salü hat zum offiziellen Start in diesem Jahr bereits rund 66.000 Euro für saarländische Kinder in Not gesammelt. „Es ist nicht selbstverständlich in diesen Zeiten, so viel Solidarität, Nächstenliebe und Herzenswärme aufzubringen“, sagte der Chef der saarländischen Staatskanzlei, David Lindemann (SPD), am Freitag in St. Wendel. Zusammenhalt sei allerdings eine „zutiefst saarländische Tugend“.
Die vorherige Ausgabe der Hilfsaktion hatte 326.000 Euro erzielt. Seit Beginn der Spendenaktion im Jahr 2004 sind insgesamt über 5,7 Millionen Euro zusammengekommen. Schirmherrin ist die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD). Der Vorsitzende des Vereins „Radio Salü - Wir helfen“ und evangelische Pfarrer, Wolfgang Glitt, unterstrich, dass im Saarland 44.000 Kinder als arm gelten. „Wir sind froh über jede Initiative, die da ist.“
Der Caritasdirektor vom Caritasverband Schaumberg-Blies, Dirk Schmitt, nannte die Spendenaktion „ein echtes Erfolgsmodell“. Sie ermögliche unbürokratische Hilfe. „Wir spüren, dass der Bedarf von Jahr zu Jahr steigt“, sagte er. Finanziert worden seien etwa Fußballschuhe für einen Jungen sowie eine Brille für eine junge Frau mit geistigen und körperlichen Behinderungen.
Der Radiosender macht in den kommenden Wochen wieder über Radiospots und Berichte auf „Sternenregen“ aufmerksam. Verbände, Unternehmen und Einzelpersonen sind ebenfalls wieder mit Aktionen beteiligt.
Auch wird es Online-Auktion geben. In diesem Jahr beteiligt sich laut Radio Salü-Geschäftsführer Axel Musolff unter anderem der saarländische Astronaut Matthias Maurer, der ein Weltraumset mit Gegenständen von ihm und der ESA anbietet. Die saarländische Staatskanzlei stellt seltene Weine aus dem eigenen Keller sowie Erinnerungsstücke an den diesjährigen Tag der Deutschen Einheit zur Verfügung.
Kooperationspartner des Vereins „Radio Salü - Wir helfen“ sind das Evangelische Rundfunkreferat Saar und die Privatfunkredaktion des Bistums Trier. Die Spendengelder werden den Angaben zufolge in voller Höhe durch die Beratungsstellen der Caritas und Diakonie an bedürftige Familien und Kinder verteilt.