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Ruck-Schröder: Landeskirchen sollten noch stärker kooperieren

Vor dem Hintergrund sinkender Einnahmen und Mitgliederzahlen hat die westfälische Präses Adelheid Ruck-Schröder für mehr Zusammenarbeit der drei evangelischen Landeskirchen in Rheinland, Westfalen und Lippe geworben. „Wir müssen alles daran setzen, die bereits vertiefte Kooperation noch weiter auszubauen“, sagte die leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen am Samstag vor der rheinischen Landessynode in Bonn. „Wir brauchen mehr stellvertretendes Handeln. Wir müssen und wir können in Zukunft nicht mehr alle alles machen.“

Mit Erfolg werde das bereits im Bereich der Diakonie und des gemeinsamen Evangelischen Büros am Sitz von NRW-Landtag und Landesregierung in Düsseldorf praktiziert, sagte Ruck-Schröder. Sie regte ein Treffen der drei Kirchenleitungen an, um gemeinsame Themen zu identifizieren und zu klären, „was wir stellvertretend machen, was wir gemeinsam machen, was jeder für sich machen möchte“. „Sparen ist das eine“, erklärte die 59-Jährige. „Schwerpunkte setzen, das ist viel schwieriger, und das ist die eigentliche Aufgabe: Wo setzen wir Schwerpunkte? Für was wollen wir als Kirche stehen?“

Die seit Freitag in Bonn tagende Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland will bis 2030 ihre Ausgaben auf der landeskirchlichen Ebene um 31,8 Millionen Euro reduzieren. Das Kirchenparlament will am Montag über eine Liste von mehr als 60 Sparvorschlägen entscheiden.