Notfallsanitäter in Niedersachsen erhalten mit einer neu eingerichteten Fachstelle in Zukunft ärztliche Unterstützung per Video- und Datenübertragung. So könnten medizinische Entscheidungen schneller getroffen werden, Behandlungen frühzeitig eingeleitet und Ressourcen im Rettungsdienst gezielt eingesetzt werden, teilte das niedersächsische Innenministerium am Donnerstag in Hannover mit. Die landesweite Fachstelle für Telenotfallversorgung nimmt zum 1. Februar im Landkreis Goslar den Betrieb auf.
Insbesondere in ländlichen Regionen ergänze das telemedizinische Versorgungssystem den klassischen Rettungsdienst und solle so unter anderem die Patientensicherheit und die Qualität der Versorgung verbessern. Der Landkreis übernehme die Aufgabe aufgrund seiner besonderen fachlichen und strukturellen Voraussetzungen, hieß es. Die Region sei bei der Entwicklung und Erprobung der Telenotfallmedizin beteiligt gewesen und verfüge über umfassende praktische Erfahrungen im Rettungsdienst und in der Zusammenarbeit mit den Leitstellen und den Telenotarzt-Standorten.