Eine Gesellschaft, in der es gelingt, besser miteinander zu reden: Das wünscht sich die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) für das kommende Jahr. „Einander zu verstehen, statt immer gleich missverstehen und verurteilen zu wollen“, erklärte sie in ihrer am Mittwoch vom Saarländische Rundfunk (SR) übertragenen Neujahrsansprache. Generell wäre es gut, den „furchtbaren Ton in Social Media zu meiden“.
„Politik kann nicht alles lösen, zumindest nicht sofort und gleich“, betonte die SPD-Politikerin. „Aber sie kann zuhören. Und dann verlässlich an Lösungen arbeiten.“ Rehlinger erklärte, dass das Saarland stärker sei als angenommen: „Wir sind stärker, als wir manchmal selber glauben.“ Das kleinste Flächenbundesland habe es nie leicht gehabt. Ein Beispiel sei das Ende des Bergbaus. Doch das Saarland habe sich immer wieder neu erfunden – zwar nicht über Nacht, aber „mit Zusammenhalt, Mut und harter Arbeit“, betonte sie. Das brauche es jetzt auch.
„Mit großer Zuversicht sage ich deshalb: Unser Saarland hat Zukunft“, erklärte die Ministerpräsidentin. „Dieses Land lassen wir uns nicht schlechtreden von denen, die für nichts eine Lösung, aber für alles einen Schuldigen haben.“