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Prominent besetzte Runde diskutiert über EKD-Friedensdenkschrift

Am 5. Februar diskutieren Experten aus Kirche und Hochschule über die Friedensdenkschrift der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Das jüngst veröffentlichte Papier verstehe sich als friedensethische Orientierungshilfe mit einer neuen Akzentsetzung beim Schutz vor Gewalt, heißt es auf dem Veranstaltungsflyer. Konkrete Themen seien unter anderem die nukleare Abschreckung, Waffenlieferungen und Rüstungsexporte, die Wehrpflicht und die Rechtfertigung von Gegengewalt.

Diskutieren werden um 19 Uhr im Großen Saal im Ulrichseck (Ulrichsplatz 17): der Regionalbischof für Schwaben-Altbayern, Thomas Prieto Peral, der Augsburger Dekan Frank Kreiselmeier, der Theologe und Hochschulprofessor Reiner Anselm von der Ludwig-Maximilians-Universität München, der auch Vorsitzender des Redaktionsteams für die EKD-Denkschrift ist, sowie der Friedens- und Konfliktforscher an der Universität Augsburg, Christoph Weller.

Im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd) hatte Weller vor wenigen Tagen kritisiert, dass das Sicherheitsdenken in der EKD-Denkschrift mehr Raum einnehme als Maßnahmen für gerechten Frieden. Ihm sei „rätselhaft“, wie über das Abschreckungssystem ethisch reflektiert werden könne, ohne das Sicherheitsdilemma zu erwähnen. Gleichzeitig sei zu begrüßen, dass die EKD einen Beitrag zur Debatte um Frieden leisten wolle, und es gebe viele kluge Argumente darin.

Der Diskussionsabend unter dem Thema „Welche Wege führen zu mehr gerechtem Frieden?“ ist eine Veranstaltung des Transferzentrums Frieden Augsburg und des Evangelischen Forums Annahof in Kooperation mit dem Friedensbüro der Stadt Augsburg. (0205/22.01.2026)