Pakistan gilt weltweit als eines der gefährlichsten Länder für Journalisten. Auf dem "Weltindex der Pressefreiheit 2025" liegt das Land auf Rang 158 der 180 bewerteten Länder. Die Regierung will das ändern.
Journalisten in Pakistan sollen nach dem Willen der Regierung künftig besser geschützt werden. Zum Schutz von Medienschaffenden sei nun eine zwölfköpfige Kommission eingerichtet worden, berichteten pakistanische Medien am Samstag. Die Kommission solle die Rechte von Medienschaffenden stärken, Sicherheitsvorkehrungen überprüfen und alle notwendigen Schutzmaßnahmen bereitstellen.
Dem neuen Gremium gehören demnach zwei Vertreter der Regierung sowie zehn führende Vertreter von Journalistenvereinigungen an. Rechtsgrundlage der Kommission sei das bereits 2021 verabschiedete Gesetzt zum Schutz von Journalisten. Die Einsetzung der Kommission war eine langjährige Forderung von Medienschaffenden.
Die Pakistan Press Foundation (PPF) verzeichnete zwischen Januar und Oktober 2025 bereits 137 Angriffe auf Journalisten und Medienschaffende. Im gesamten Jahr 2024 gab es laut der PPF mehr als 160 Angriffe auf Journalisten.
Anfang Oktober 2025 verurteilten Kirchenführer und Menschenrechtsaktivisten nach der Tötung des Reporters Tufail Rind eine Zunahme der Gewalt gegen Medienschaffende in der südpakistanischen Provinz Sindh. Die Angriffsserie zeige, dass "Journalisten ähnlicher Verfolgung ausgesetzt sind wie diejenigen, die sich im Glauben für Wahrheit und Gerechtigkeit einsetzen", sagte der Direktor der Nationalen Bischofskommission für Gerechtigkeit und Frieden, Pater Shahzad Arshad, dem asiatischen Nachrichtenportal Ucanews. Rind, Generalsekretär des Presseclubs in Karatschi, war der dritte Journalist, der in Sindh innerhalb weniger Monate ermordet worden war.