Öffentlicher Nahverkehr mit erneutem Fahrgastplus

Die Verkehrsunternehmen mit Sitz im Südwesten haben im Jahr 2024 im Liniennahverkehr rund 1,1 Milliarden Personen befördert, das sind vier Prozent mehr als 2023. Damit stiegen die Fahrgastzahlen das dritte Jahr in Folge, sie liegen aber noch immer zehn Prozent unter den Rekordzahlen des Vor-Corona-Jahres 2019, teilte das Statistische Landesamt am Mittwoch in Stuttgart auf […]

Die Verkehrsunternehmen mit Sitz im Südwesten haben im Jahr 2024 im Liniennahverkehr rund 1,1 Milliarden Personen befördert, das sind vier Prozent mehr als 2023. Damit stiegen die Fahrgastzahlen das dritte Jahr in Folge, sie liegen aber noch immer zehn Prozent unter den Rekordzahlen des Vor-Corona-Jahres 2019, teilte das Statistische Landesamt am Mittwoch in Stuttgart auf Basis der neuesten vorliegenden Zahlen mit. Der Nahverkehr umfasst Fahrten von bis zu 50 Kilometern oder mit einer Fahrtdauer von bis zu einer Stunde.

Rund 52 Prozent der Fahrgäste wurden mit Omnibussen befördert. Auf Eisenbahnen entfielen rund 15 Prozent der Fahrgäste. Obwohl in Baden-Württemberg nur in 13 der 44 Kreise Straßenbahnen fuhren, transportierten diese genau ein Drittel aller Fahrgäste. Dabei erbrachten die Straßenbahnen nur 8,6 Prozent der Fahrzeugkilometer - sie waren also sehr gut ausgelastet. Die mittlere Reiseweite lag bei 8 Kilometern. Waren es bei den Eisenbahnen im Durchschnitt gut 16 Kilometer je Fahrgast, wurde beim Bus im Schnitt nach knapp 8 Kilometern und bei der Straßenbahn im Mittel nach 4 Kilometern wieder ausgestiegen.

Das Beförderungsangebot - gerechnet in Plätzen mal Kilometern - ist von 2019 bis 2024 um 18 Prozent gestiegen. Ein Grund dafür ist laut Statistischem Landesamt der Einsatz größerer Fahrzeuge.

Die Angabe zur gesamten Fahrgastzahl bezieht sich auf Unternehmensfahrten. Steigt ein Fahrgast innerhalb eines Unternehmens um, etwa vom Bus in eine Straßenbahn, wird er nur einmal gezählt. Ausgewertet wurden alle Fahrten von allen Unternehmen mit Sitz in Baden-Württemberg - auch wenn das Unternehmen in einem anderen Bundesland fuhr. Umgekehrt fehlen die Fahrgäste von auswärtigen Unternehmen, die in Baden-Württemberg tätig sind. (0313/04.02.2026)

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