Oberkirchenrätin: Kirche muss junge Leute ernst nehmen

Bei einem Schwerpunkttag am Freitag nimmt die Synode der Evangelischen Kirche der Pfalz die Jugend als eine „verändernde Kraft“ in den Blick. Junge Menschen in der Kirche wollten besser wahr- und ernstgenommen werden und ihre Kirche mitgestalten können, sagte Oberkirchenrätin Marianne Wagner in Bad Dürkheim vor der Landessynode. „Wir sprechen gerne von Kindern und Jugendlichen als der Zukunft der Kirche. Aber sie sind doch auch die Gegenwart, hier und heute“, sagte die für das kirchliche Personal zuständige Theologin.

Kinder und Jugendliche würden vor allem durch kirchliche Angebote religiös geprägt, sagte Wagner. An erster Stelle stünden die Konfirmandenzeit, Ferienfreizeiten, Jugendgruppen und auch der Religionsunterricht. Das Elternhaus als Instanz der religiösen und kirchlichen Sozialisation junger Menschen falle hingegen immer mehr aus. Umso wichtiger sei es für die Kirche, den Glauben weiterzugeben und einzuladen, darin sprachfähig zu werden. „Meiner Meinung nach haben wir es im volkskirchlich geprägten Kontext lange vernachlässigt, uns dem zu stellen.“

Die Pädagogin Gunda Voigts von der Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg appellierte, die Potenziale junger Menschen in der evangelischen Kinder- und Jugendarbeit zu nutzen. Diese benötigten Freiräume und Mitgestaltungsmöglichkeiten in der Kirche. Das Erleben von Gemeinschaft stärke junge Menschen und könne auch Wege zum Glauben aufzeigen. Die Angebote der Evangelischen Jugend der Pfalz erreichen nach eigenen Angaben jährlich rund 28.600 Kinder und Jugendliche.

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