NRW: Tiefstand bei Zahl der Abschlussprüfungen in dualer Ausbildung

Im vergangenen Jahr haben so wenige Auszubildende wie noch nie eine Abschlussprüfung in Nordrhein-Westfalen abgelegt. Die Zahl sei auf 85.800 gesunken, erklärte die Statistische Landesbehörde IT.NRW am Dienstag in Düsseldorf. Das seien 3,4 Prozent weniger als im Vorjahr und sogar 20,7 Prozent weniger als vor zehn Jahren. Damit markiere das Jahr 2024 einen „historischen Tiefstand“ seit Beginn der Erhebung der Berufsbildungsstatistik im Jahr 1976.

Die sinkende Zahl der Abschlussprüfungen erklären die Statistiker zum Teil damit, dass die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge während der Corona-Pandemie stark gesunken war. Da eine duale Ausbildung meist drei bis dreieinhalb Jahre dauert, hätten diese schwächer besetzten Jahrgänge ihre Ausbildung größtenteils in den Jahren 2023 und 2024 beendet. Zudem seien in den vergangenen Jahren mehr Ausbildungsverträge vorzeitig aufgelöst worden: 2024 habe die Zahl bei 37.100 gelegen. Das seien 21,4 Prozent mehr als 2014.

88,1 Prozent der Prüflinge haben laut Statistik im Jahr 2024 ihre Abschlussprüfung erfolgreich bestanden. Bei dieser Erfolgsquote habe es in den vergangenen zehn Jahren nur kleine Schwankungen gegeben.

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