Artikel teilen:

NRW-Schulministerin Feller: Aus Fehlern beim Distanzunterricht lernen

Lernen von zuhause: Schulen in NRW müssen laut Schulministerin Feller Distanzunterricht anbieten können. Darauf müssten sie sich aber ausreichend vorbereiten.

Nach wetterbedingten Schulschließungen in Nordrhein-Westfalen im Januar sieht Schulministerin Dorothee Feller (CDU) Nachholbedarf beim Distanzunterricht. “Aus den Fällen, in denen es nicht so gut gelaufen ist, müssen wir aber lernen”, sagte Feller im Interview mit der “Rheinischen Post” am Dienstag in Düsseldorf. So erwartet die Ministerin etwa, dass alle Schulen eine Notbetreuung anbieten, auch wenn Distanzunterricht angeordnet wurde. Zudem müssten Verfahren zum Unterricht auf Entfernung weiter erprobt werden.

Das Ministerium ermutige Schulen, die Abläufe beim Distanzunterricht jährlich zu proben. “Die Schulen sollen die Kinder dafür natürlich nicht nach Hause schicken. Das lässt sich auch in den Klassen simulieren”, so Feller. Etwa digitales Einwählen in Lerneinheiten oder das Verschicken von Arbeitspaketen könne vor Ort getestet werden. “Klar ist: Alle Schulen stehen in der Verantwortung, auf Distanzunterricht vorbereitet zu sein.”

In Fällen, in denen nicht ausreichend technische Lernmittel für alle Schüler vorhanden sind, wirbt Feller für analoge Lösungen. “Distanzunterricht muss nicht unbedingt digital sein. Die Schule muss jedoch gewährleisten, dass Schüler Aufgaben frühzeitig bekommen und damit auch arbeiten können.”