Neymeyr: Hoffnung wird zur Lebenshaltung

Der Bischof des katholischen Bistums Erfurt, Ulrich Neymeyr, hat beim jährlichen Elisabethenempfang an die Bedeutung des „Heiligen Jahres“ in seiner Kirche erinnert. Alle 25 Jahre öffneten sich die Heiligen Pforten an den römischen Hauptkirchen für Pilgerinnen und Pilger, die Gottes Segen für die nächsten 25 Jahre erbitten, sagte der leitende Geistliche am Donnerstagabend vor 200 Gästen in Erfurt. 2025 stehe das Jahr unter dem Leitwort „Pilger der Hoffnung“.

Der Begriff Hoffnung hat laut Neymeyr weit über das Christentum hinaus Bedeutung und werde heute stark gesucht. In einer Zeit zahlreicher Krisen, etwa in der Ukraine, in Israel, aber auch durch Corona oder in der Weltwirtschaft werde die Hoffnung zu einer allgemeinen Lebenshaltung. Angesichts dieser düsteren Entwicklungen brauche es dringend Pilger der Hoffnung.

Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) sagte in seinem Grußwort, die Kirchen in Thüringen leisteten einen unverzichtbaren Beitrag. Sie stärkten Gemeinschaft, vermittelten Halt und schafften Zuversicht. Das sei gerade in einer Zeit, in der viele Menschen diese wachsende Unsicherheit spürten, notwendig. Voigt erinnerte an die mehr als 21.000 Katholikinnen und Katholiken, die sich ehrenamtlich für ihre Mitmenschen einsetzten. Dieses Engagement präge das soziale Gesicht des Landes.

Der Elisabethenempfang des Bistums Erfurt ist seit 1992 ein jährlicher Begegnungsabend zwischen Kirche und Politik. Elisabeth von Thüringen (1207-1231) ist die Hauptpatronin des Bistums. Sie widmete ihr Leben der Nächstenliebe und sozialem Engagement.

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