Auf Initiative der Thüringer evangelischen Kirchengemeinde Mühlhausen sind am Dienstag am Pilgerweg Loccum-Volkenroda zwischen Grabe und Volkenroda (Unstrut-Hainich-Kreis) Obst- und Nussbäume gepflanzt worden. Die Kirchengemeinde wolle damit einen Beitrag zum Klimaschutz und zur Biodiversität an einem landwirtschaftlich geprägten Abschnitt des Pilgerweges leisten, teilte Pfarrer Markus Ebert am Dienstag vor Ort mit. Zudem werde der Pilgerweg attraktiver.
Die etwa drei Meter hohen Bäume dienten zugleich als Ersatz für jene Gehölze, die zum 500. Reformationsjubiläum 2017 an gleicher Stelle gepflanzt wurden. Zum überwiegenden Teil seien diese aber nicht angewachsen und mittlerweile vertrocknet.
Unterstützt wurde die Kirchengemeinde laut Ebert bei der erneuten Pflanzaktion vom Landesverband Thüringen der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und weiteren Partnern. Die Flächen stelle ein örtlicher Agrarbetrieb zur Verfügung. Das Unternehmen werde die Bäume im kommenden Jahr während der Anwachsphase auch wässern.
Der bepflanzte Abschnitt ist Teil des Pilgerwegs, der auf 300 Kilometern Länge die ehemaligen Zisterzienserklöster im niedersächsischen Loccum und im thüringischen Volkenroda verbindet.
Der Ursprung des Pilgerwegs geht auf die Gepflogenheit zurück, dass sich seit 1163 über Jahrhunderte hinweg jeweils zwölf Mönche unter Leitung ihres jeweiligen Abts von Volkenroda auf den Weg zu ihrer Klosterneugründung nach Loccum gemacht haben. Die Reisen dienten der Visitation, um sicherzustellen, dass auch das neue Kloster die Ordensregeln befolgt.