Die Kunstsammlungen Zwickau haben ein Gemälde von Max Pechstein (1881-1955) erworben. Es handele sich um das Werk „Die Bäuerin“ von 1909, teilte das Kulturamt Zwickau am Dienstag mit. Mit dem im litauischen Nidden entstandenen Gemälde werde eine Sammlungslücke geschlossen. Das Werk sei für fast 170.000 Euro über ein Auktionshaus aus Privatbesitz angekauft worden.
Unterstützt wurde der Erwerb von der Zwickauer Energieversorgung GmbH. Die „Bäuerin“ wird erstmals am 26. Januar in den Kunstsammlungen öffentlich präsentiert.
Der gebürtige Zwickauer Pechstein ist für seine farbintensiven Gemälde bekannt. Er war Mitglied der 1905 in Dresden gegründeten Künstlergruppe „Brücke“. Im Max-Pechstein-Museum der Zwickauer Kunstsammlungen sind mehr als 50 Werke aus mehreren Schaffensphasen zu sehen.
Das neu erworbene 65 mal 50 Zentimeter große Gemälde entstand während Pechsteins erstem Aufenthalt in Nidden auf der Kurischen Nehrung im Sommer 1909. Der Künstler selbst bewertete diese Zeit demnach als eine wichtige Arbeitsepoche.
Zur Zwickauer Sammlung gehören auch mehr als 150 Zeichnungen, Aquarelle und Druckgrafiken und angewandte Arbeiten sowie rund 450 Briefe und Postkarten Pechsteins.