In Güstrow

Neues Barlach-Denkmal rückt näher

Der Künstler Henning Spitzer will Güstrow eine Barlach-Plastik schenken. Der Hauptausschuss der Stadt hat dafür gestimmt. Jetzt gibt's nur noch eine Hürde.

Ernst Barlach um 1935 in seinem Atelier in Güstrow

Güstrow. Die mecklenburgische Stadt Güstrow könnte ein neues Barlach-Denkmal erhalten. Der Hauptausschuss der Stadtvertretung hat nach intensiver Diskussion mehrheitlich dafür gestimmt, der Stadtvertretung zu empfehlen, die geplante Schenkung des Güstrower Malers und Bildhauers Henning Spitzer anzunehmen, wie Bürgermeister Arne Schuldt (parteilos)auf epd-Anfrage mitteilte. Es gab fünf Ja- und zwei Nein-Stimmen sowie zwei Stimmenthaltungen.

Die Stadtvertretung muss nun am 3. Dezember die abschließende Entscheidung treffen. Sollte sie die Schenkung annehmen, muss im weiteren Verfahren der genaue Aufstellungsort bestimmt werden. Dies erfordere aus seiner Sicht einen weiteren Beschluss der Stadtvertretung, erklärte Bürgermeister Schuldt.

Überlebensgroße Plastik

Henning Spitzer hatte der Stadt im August schriftlich angeboten, ihr eine etwa 2,40 Meter hohe Bronzeplastik zu schenken, für die er das Modell geschaffen hat und die den Bildhauer, Grafiker und Dramatiker Ernst Barlach (1870-1938) zeigt. Die Kosten für Bronzeguss und Aufstellung belaufen sich auf 20.000 Euro. Sie sollen durch Spenden gedeckt werden. Er persönlich stehe für das Barlach-Denkmal aus Verehrung für diesen großen Künstler sowie in der Erwartung, dass die Attraktivität Güstrows damit wachsen könne, schrieb Spitzer an die Stadt.

Hingegen heißt es in der Beschlussvorlage für die Stadtvertretung, dass der Vorstand der Güstrower Barlach-Stiftung und die Familie Barlach aktuell keine Notwendigkeit sehen, in Güstrow ein Denkmal zu Ehren des international renommierten Künstlers Ernst Barlach zu errichten. Der vor 150 Jahren in Wedel bei Hamburg geborene Barlach hatte von 1910 an in Güstrow gelebt. Er starb am 24. Oktober 1938 im Alter von 68 Jahren in Rostock. (epd)

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