Neue Thüringer Orgel für Prager Strahov-Kloster wird eingeweiht

Das Strahov-Kloster im Stadtteil Kleinseite ist vielen Prag-Besuchern bekannt: für seine überaus kostbare Bibliothek, aber auch für seine schöne Barockkirche. Dort erklingt jetzt eine neue Orgel - aus Thüringen.

Die neue Chororgel für die barocke Basilika im Prager Strahov-Kloster wird am Ersten Advent (Sonntag, 30. November) eingeweiht. Das bestätigten die Erbauer, die Firma Orgelbau Waltershausen aus Thüringen, am Montag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Das Strahov-Kloster gehört zu den ältesten Prämonstratenserklöstern der Welt. Seine Bibliothek ist weltberühmt; auch die barocke Basilika Mariä Himmelfahrt zieht viele Besucher an.

Die Kirche hat zwei Orgeln: eine große Hauptorgel auf der Westempore und eine kleinere Chororgel im Altarraum. Letztere wurde nun vollständig erneuert und in das denkmalgeschützte Gehäuse von 1687 eingepasst. Das alte Instrument mit 24 Registern und 1.371 Pfeifen wurde vermutlich vom Orgelbauer Hans Heinrich Mundt gebaut; es war aber zuletzt nicht mehr spielbar.

Das Strahov-Kloster wurde in den 1140er Jahren vom böhmischen Herzog Vladislav II. und seiner Gemahlin Gertrud auf dem Berg Strahov, deutsch Strohhof, gegründet und mit Prämonstratenser-Chorherren aus dem Kloster Steinfeld in der Eifel besiedelt. Im Dreißigjährigen Krieg ließ der böhmische Feldherr Wallenstein hier seinen 1632 bei Lützen gefallenen General Gottfried Heinrich zu Pappenheim - "Ich kenn' doch meine Pappenheimer" - bestatten.

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