Bei HBO Max startet “Banksters” als erstes deutsches Original. Außerdem gibt es etwa mit der Fortsetzung des Mystery-Stoffs “Oderbruch” und der Agentenserie “Unfamiliar” weitere deutsche Serienhighlights im Februar.
Als am 13. Januar der Streamingdienst HBO Max in Deutschland an den Start ging, war bereits klar, dass dort nicht nur US-Highlights wie die Krankenhausserie “The Pitt” oder das “Game of Thrones”-Prequel “A Knight of Seven Kingdoms” laufen würden, sondern auch europäische “Originals”.
Nachdem seit Januar bereits die französische Serie “The Seduction” verfügbar ist, steht nun am 20. Februar das erste deutsche HBO-Max- Original auf dem Plan: Die Serie, angekündigt als “die unglaubliche Geschichte eines mustergültigen Bank-Azubis auf kriminellen Abwegen”.
Angesiedelt im Berlin des Jahres 2004, wird der angehende Banker Yusuf – gespielt von Eren M. Güvercin – wegen mehrfachen Bankraubs festgenommen und steht nun, konfrontiert mit der Frage nach seinen Komplizen, vor einem Dilemma: “Schweigen bedeutet Gefängnis, Reden Verrat. Doch wer hat ihn verpfiffen und warum ausgerechnet ihn?”
Auch andere Plattformen warten im Februar mit vielversprechenden deutschen Serienstarts auf. Bei Netflix etwa geht am 5. Februar ein weiterer in Berlin angesiedelter Spannungsstoff an den Start, die Agentenserie . Susanne Wolff und Felix Kramer verkörpern darin ein beruflich und privat verbundenes Paar, das mittlerweile ein ruhiges Geheimdienst-Leben als Betreuer eines “Safe Houses” führt, dann aber enttarnt und von seiner turbulenten Vergangenheit als Elite-Agenten eingeholt wird.
Im Clinch mit Killern, feindlichen Agenten und Co. müssen die beiden nicht nur ihr Leben, sondern auch ihre große Lebenslüge schützen, um nicht alles zu verlieren.
Die ARD-Mediathek wiederum lockt ab 20. Februar mit einer Fortsetzung der Erfolgsserie . Die erste Staffel kreiste 2024 um mysteriöse Leichenfunde und einen potenziellen Serienmord in der gleichnamigen Landschaft an der deutsch-polnischen Grenze und legte schließlich eine Wendung vom Crime- hin zum Horrorstoff hin, als klar wurde, dass es mitnichten um “normale” Verbrechen, sondern vielmehr um Vampirismus geht.
Im Zentrum der Fortsetzung steht die von Karoline Schuch gespielte Figur Maggie Kring, die in Staffel 1 neben den ermittelnden Polizisten den Morden nachspürte, die Heimsuchung durch Vampir-Clans entdeckte und erkennen musste, dass sie und ihre eigene Familie selbst vampirischen Ursprungs und vampirischer Natur sind. In der zweiten Staffel versucht sie nun, den “Jägern” unter ihrer Art, die rücksichtslos morden, quer durch Europa Einhalt zu gebieten.
Während es dabei einmal mehr unheimlich zugehen dürfte, hat Netflix ab 26. Februar auch Komödiantisches aus Deutschland auf Lager. Unter dem Titel startet ein Serienprojekt der Brüder Alex und Dimitrij Schaad. Der Titel bezieht sich auf den skurrilen Schauplatz der Serie, ein fiktives Provinznest im Havelland. Einst hatte Hauptfigur Toni (gespielt von Anton Schneider aka Rap-Star Fatoni) das Kaff verlassen und war nach Berlin gezogen. Nun kehrt er nach dem Tod seiner Mutter zurück und steckt alsbald wieder mittendrin im familiären und dörflichen Chaos, muss sich mit einer sprechenden Babyente und den eigenwilligen Dorfbewohnern arrangieren und erfahren, dass er einen 13-jährigen Sohn hat, von dem er bisher nichts wusste.
Neben den zahlreichen deutschen Serienstarts sind im Februar freilich auch diverse neue internationale Serien verfügbar. Mit dabei ist eine kanadische Serie, die anlässlich ihres Nordamerika-Starts letzten November zum Publikumshit avancierte: kreist um die spannungsvolle Liebesaffäre zweier junger Männer, die in den 2000er- und 2010er-Jahren als Eishockey-Stars bei gegnerischen Teams spielen und auf dem Eis als große Konkurrenten gelten, sich heimlich aber magisch zueinander hingezogen fühlen.
Was zuerst als leidenschaftliche Sex-Affäre beginnt, wird über die Jahre zu einer tiefen Verbundenheit, die beide indes vor quälende Dilemmata stellt – denn ihnen ist klar, dass eine schwule Liebe in der Machowelt ihres Sports, sollte sie bekannt werden, ihren Karrieren massiv schaden könnte. Wozu für einen der Jungs noch das Problem kommt, dass er russischer Abstammung ist und sein Coming-out den Bruch mit seiner Heimat und seiner Familie bedeuten müsste.
Ähnlich wie die hochgelobte US-Serie “Fellow Travelers”, die um homosexuelle Liebe im Politbetrieb der McCarthy-Ära kreiste, scheut auch “Heated Rivalry” vor offenherzigen Erotikszenen nicht zurück, ist aber keineswegs nur ein sexy Romantik-Stoff, sondern ein vielschichtiges, zu Herzen gehendes Drama rund um die Frage, welch schmerzhaften Druck die Angst vor Queer-Feindlichkeit und die Notwendigkeit aufbauen, die eigene sexuelle Identität und die eigenen Gefühle zu verstecken.
Ein ganz anderes Geheimnis hütet die Hauptfigur in der isländisch-deutsch-französischen Koproduktion , die schon seit 29. Januar in der Arte-Mediathek und ab 5. Februar im TV-Programm zu sehen ist: Die Titelheldin, die gerade neu in einen Wohnblock in Reykjavik gezogen ist, wirkt wie eine ganz normale, ein bisschen pedantische ältere Dame, war aber früher mal Elitesoldatin und hat von ihren bei diversen Missionen in den Krisengebieten der Welt erworbenen Skills noch nichts verlernt.
Diese Fähigkeiten, von denen ihre neuen Nachbarn nichts ahnen, nutzt sie nun im Lauf von sechs herrlich schwarzkomödiantischen Folgen, um auf ziemlich rabiate, hinterhältige Weise all die kleinen Alltags-Rüpel in ihrem Block, die sich nicht sozialverträglich verhalten, Mores zu lehren oder aus dem Weg zu räumen. Eine Paraderolle für Dänemarks Star-Schauspielerin Trine Dyrholm.
Der britische Charakterdarsteller David Thewlis darf derweil in der Serie als Meisterdetektiv Sherlock Holmes glänzen (ab 1. Februar bei MagentaTV). Darin steht Londons schlauester Ermittler zunächst vor einem besonders sinistren Problem: Sein bester Freund Dr. Watson und seine getreue Hauswirtin Mrs. Hudson sind in die Fänge eines kriminellen Syndikats geraten und werden als Geiseln benutzt, um Sherlock dazu zu zwingen, keine Ermittlungen gegen die Bande anzustellen.
Doch während ihm die Hände gebunden sind, kommt Hilfe von unerwarteter Seite: eine junge Amerikanerin (Blu Hunt), die glaubt, Holmes’ Tochter zu sein, trifft in London ein und will ihren angeblichen Vater kennenlernen. Holmes streitet zwar die Vaterschaft ab, nimmt die clevere Frau aber als Assistentin an.
Der Fall der entführten Tochter des US-Botschafters, an dem sie gemeinsam arbeiten, entpuppt sich als Teil eines größeren Plans des Syndikats, mit dem nicht nur Holmes, sondern auch seine neue junge Gefährtin noch eine Rechnung offen haben. Die Serie stellt Holmes also reichlich “Girlpower” in Form einer Jungdetektivin à la “Enola Holmes” zur Seite und verwickelt die beiden als sich kabbelndes Duo in einen kolportagehaften Fall voller Intrigen und Morde.
– seit 29. Januar: The Danish Woman (Arte-Mediathek/ab 05.02. bei Arte)
– ab 1. Februar: Sherlock & Daughter (MagentaTV)
– ab 5. Februar: Die Löwinnen (Netflix) / Unfamiliar (Netflix)
– ab 6. Februar: Heated Rivalry (HBO Max)
– ab 11. Februar: Die Bleikinder (Netflix)
– ab 12. Februar: How to Get to Heaven from Belfast (Netflix)
– ab 13. Februar: Das Museum der Unschuld (Netflix)
– ab 19. Februar: All the Sins (arte)
– ab 20. Februar: Banksters (HBO Max) / Oderbruch – Staffel 2 (ARD-Mediathek/ab 22.02. im Ersten)
– ab 26. Februar: Kacken an der Havel (Netflix)
– ab 27. Februar: How to Kill Your Sister (ZDF-Mediathek/ab 08.03. bei ZDF_neo) / Monarch: Legacy of Monsters – Staffel 2 (Apple TV+)
– noch ohne genauen Termin: Scrubs – Das Reboot