Das ist eine echte Sensation: Im Virunga-Nationalpark im Ostkongo sind Berggorilla-Zwillinge auf die Welt gekommen. Berggorillas gehören zu den am stärksten vom Aussterben bedrohten Säugetieren.
Der älteste Nationalpark Afrikas im Osten des Kongo freut sich über die Geburt zweier Berggorillas. Die Zwillinge seien am 3. Januar auf die Welt gekommen, teilte der Virunga-Nationalpark am Mittwoch auf seiner Homepage mit. Demnach entdeckten Fährtenleser, die die Berggorillas überwachen, die beiden männlichen Neugeborenen. Berggorillas sind vom Aussterben bedroht.
Nach Angaben des Parks sind Zwillingsgeburten extrem selten. Nach aktuellem Stand scheinen beide Tiere gesund zu sein. Man wolle nun zusätzliche Überwachungs- und Schutzmaßnahmen ergreiffen, um die Tiere engmaschig zu beobachten und ihre Gesundheit und ihr Überleben in dieser kritischen frühen Phase zu gewährleisten, hieß es weiter.
Für Mutter Mafuko ist es bereits die zweite Zwillingsgeburt. 2016 starben die Neugeborenen jedoch nach einer Woche. Insgesamt hat das 22-jährige Berggorilla-Weibchen bisher sieben Junge auf die Welt gebracht.
Der Virunga-Nationalpark gehört seit 1979 zum Welterbe der Unesco. Bereits 1925 wurde er unter Schutz gestellt. Nach Angaben des WWF lebt gut die Hälfte – 380 – der letzten rund 700 Berggorillas in den Schutzgebieten der Virunga-Berge. Die zweite Population befindet sich in den Wäldern des Bwindi-Impenetrable-Nationalparks, der in Uganda liegt.