MV: Neuer WWF-Ratgeber für Angler

Mit einem neuen, kostenlosen Ratgeber will die Umweltschutzorganisation WWF Anglern in Mecklenburg-Vorpommern helfen, die geltenden Gesetze zum schonenden Zurücksetzen geangelter Fische besser zu verstehen. Rund um das Zurücksetzen der Fische gebe es häufig Unklarheiten, teilte der WWF Deutschland am Mittwoch mit. Der Angelratgeber enthalte auch Hinweise, wie die Überlebenschancen der Fische beim Zurücksetzen steigen, hieß es.

„Damit die Fische bessere Überlebenschancen haben, sollte beispielsweise der Luftkontakt minimiert werden. Außerdem gibt es schonende Haken, die leicht zu entfernen sind. Vielen Arten hilft es auch, wenn im Kühlen und im Flachen geangelt wird“, riet Florian Hoffmann, Schutzgebietsbetreuer beim WWF Deutschland.

„Anglerinnen und Angler sollten nur dann die Angel auswerfen, wenn sie mindestens einen Fisch zum Essen fangen wollen“, erklärte Hoffmann. „Fische dürfen zurück ins Wasser gesetzt werden, wenn es vorgeschrieben oder begründet ist.“ Das schone die Fischbestände. Angeln ohne vernünftigen Grund sei verboten. „Das Zurücksetzen aller geangelter Fische ohne Verzehrabsicht ist nicht vernünftig und der WWF lehnt es strikt ab“, sagte Hoffmann.

Einen grundsätzlichen Hinweis hebe der Ratgeber hervor, hieß es. Der Europäische Aal sei vom Aussterben bedroht. Der WWF rate deshalb dringend vom Angeln dieser Art in den Küsten- und Binnengewässern ab, unabhängig von den aktuellen gesetzlichen Regelungen.

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