Der Brandenburger Antisemitismusbeauftragte Andreas Büttner wird mit dem Tode bedroht. Beim Landtag Brandenburg ging ein Brief mit einer Morddrohung und Beschimpfungen gegen Büttner ein, teilten Polizei und Landtagsverwaltung mit. Die Polizei habe den Inhalt des Schreibens ohne Absender unter Sicherheitsvorkehrungen untersucht. Eine in dem Umschlag enthaltene graue Substanz habe sich als ungefährlich erwiesen.
Der Briefumschlag, der über die Poststelle des Landtages an den Antisemitismusbeauftragten übermittelt worden war, enthielt demnach ein Schreiben mit Verunglimpfungen und der Ankündigung „Wir töten dich“ sowie einem gezeichneten roten Hamas-Dreieck. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt.
Wiederholte Attacken lösen Debatte über Sicherheit aus
Der Linken-Politiker und ehemalige Polizeibeamte Andreas Büttner hatte 2024 das Amt des Antisemitismusbeauftragten übernommen und ist seitdem wiederholt Ziel von Attacken. Zuletzt war in der Nacht zu Sonntag (4. Januar) ein Brandanschlag auf einen Schuppen auf Büttners Privatgrundstück in Templin verübt worden. Zudem wurde auf das Wohnhaus ein Hamas-Dreieck aufgebracht. Im August 2024 waren in Templin in sein Privatauto unter anderem Hakenkreuze geritzt worden.
Brandenburgs Landtagspräsidentin Ulrike Liedtke (SPD) nannte die Morddrohungen und Anschläge „unter keinen Umständen hinnehmbar“. Drohungen und Gewalt seien keine Mittel der politischen Auseinandersetzung, sondern Verbrechen gegen Menschen, sagte Liedtke: „Andreas Büttner hat unsere volle Unterstützung und Solidarität.“
