Meisterwerke von Claude Monet, Paul Cézanne und Henri Matisse sind bald im Kunstpalast Düsseldorf zu sehen. Vom 12. März bis 9. August werde erstmals die bedeutende Berliner Scharf Collection präsentiert, kündigte das Museum am Mittwoch in Düsseldorf an. Zu der bedeutenden deutschen Privatsammlung gehören französische Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts sowie zeitgenössische internationale Kunst, etwa von Daniel Richter und Katharina Grosse. Die Schau besteht aus rund 180 Werken, von denen einige noch nie öffentlich zu sehen waren. Die Ausstellung ist eine Kooperation mit der Alten Nationalgalerie in Berlin.
Das Spektrum der Sammlung reicht laut Museum von den Anfängen der Moderne mit Francisco de Goya bis zur französischen Avantgarde der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts mit Gustave Courbet, Edgar Degas und dem gesamten grafischen Werk von Henri de Toulouse-Lautrec. Das heutige Sammlerehepaar René und Christiane Scharf richte den Blick auf zeitgenössische internationale Positionen, etwa mit Werken von Sam Francis, Richter und Grosse. Sie seien besonders an den Grenzen des Mediums Malerei und dem Verhältnis von gegenständlichen und abstrakten Bildwelten interessiert.
Die Sammlung wird den Angaben zufolge in vierter Generation geführt und geht auf den Berliner Sammler Otto Gerstenberg zurück. Trotz vieler Kriegsverluste habe seine Tochter Margarethe Scharf den Großteil der Sammlung retten und an die beiden Söhne Walther und Dieter Scharf vererben können. Nach der Teilung der Sammlung hätten Walther Scharf, seine Frau Eve und ihr Sohn René an den französischen Fokus angeknüpft und Werke etwa von Claude Monet, Paul Cézanne, Pierre Bonnard, Henri Matisse und Pablo Picasso ergänzt.