Die Diakonie Mitteldeutschland unterstützt die kirchliche Kampagne „Herz statt Hetze“ und will mit Blick auf die Landtagswahl am 6. September in Sachsen-Anhalt klar Position gegen menschenverachtende Politik beziehen. Der Vorstandsvorsitzende der Diakonie Mitteldeutschland, Christoph Stolte, sagte am Mittwoch in Halle (Saale): „Wir machen uns Sorgen, dass die AfD künftig auf kirchliche Wohlfahrtsarbeit Einfluss nehmen will.“ Bisherige Äußerungen ihrer Politiker machten deutlich, dass das Menschenbild der AfD ein gänzlich anderes sei als das vom christlichen Glauben geprägte Verständnis der Diakonie.
Deshalb solle im Wahlkampf auch über das politische Programm der AfD informiert werden. Deren Politiker diskreditierten diakonische Einrichtungen für ihr Engagement in der sozialen Arbeit als „Asylindustrie“. Stolte unterstrich: „Wir wehren uns gegen jede Art von Diskreditierung und Verunglimpfung der diakonischen Liebestätigkeit.“
Seit 175 Jahren fuße diakonische Arbeit in Mitteldeutschland auf christlicher Nächstenliebe. Dies werde nicht aufgegeben. Christliche Werte und die verfassungsgemäßen Grundwerte wie der Schutz der Menschenwürde seien auch künftig die Richtschnur der diakonischen Arbeit in Sachsen-Anhalt und Thüringen, sagte Stolte.
Aktuell seien viele soziale Bereiche herausgefordert, auch wegen ausstehender Reformen. So kam das Krankenhaus der Pfeifferschen Stiftungen in Magdeburg vergangenes Jahr in wirtschaftliche Turbulenzen. Dadurch habe die Diakonie eine ihrer Institutionen im Norden Sachsen-Anhalts verloren.