Mitgliedschaft im Netzwerk gegen Sexismus verlängert

Thüringens Sozialministerium und die Landesgleichstellungsbeauftragte haben ihre Mitgliedschaft im bundesweiten Bündnis „Gemeinsam gegen Sexismus“ verlängert. Zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen wolle die Behörde damit ein Zeichen gegen alltägliche Diskriminierung und Gewalt setzen, erklärte Sozialministerin Katharina Schenk (SPD) am Montag in Erfurt. Sexismus sei in Deutschland weiterhin weitverbreitet und oft unsichtbar.

Schenk betonte, ein Drittel aller Frauen auch in Thüringen sei von körperlicher oder sexueller Gewalt betroffen, zwei Drittel erlebten sexuelle Belästigung. Der Nährboden für Gewalt beginne bei vermeintlich harmlosen Witzen und herabwürdigender Sprache. Sexismus setze sich über Benachteiligung, Abwertung und geschlechtsspezifische Gewalt bis hin zu Femiziden fort.

Das Bündnis verpflichtet Partnerinnen und Partner, Sexismus in Bereichen wie Medien, Kultur, Arbeitswelt und öffentlichem Raum sichtbar zu machen und wirksame Gegenmaßnahmen zu verankern. Die Themen Prävention und Bekämpfung von Sexismus sowie sexueller Belästigung sind bereits Bestandteil des Thüringer Landesaktionsplans zur Umsetzung der Istanbul-Konvention.

Schenk rief Institutionen im Land auf, dem Bündnis beizutreten und sich aktiv gegen Sexismus zu engagieren. Das 2023 gegründete Netzwerk zählt bundesweit mehr als 880 Partner, darunter Kommunen, Unternehmen, Verbände, Universitäten und politische Institutionen.

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