Missio Aachen kritisiert Gesetzesnovelle zu Elektroschrott

Das katholische Hilfswerk Missio Aachen kritisiert die vom Bundestag verabschiedete Gesetzesnovelle zur Vereinfachung der Rückgabe alter Elektrogeräte als nicht ausreichend. „Die beschlossene Kennzeichnungspflicht für Rückgabestellen im Handel bleibt leider rein kosmetischer Natur, wenn nicht weitere Schritte zu einer wirklichen Recyclingwende folgen“, sagte Missio-Vizepräsident Gregor von Fürstenberg am Freitag in Aachen. Notwendig seien unter anderem stärkere finanzielle Anreize für die Verbraucher, ihre alten Geräte auch zurückzugeben, sowie die Vereinfachung der Vorschriften für die Wiederverwertung.

Derzeit sammelt Missio Aachen mit einer Petition „Recyclingwende jetzt“ Unterschriften für eine Erhöhung der Sammel- und Wiederverwertungsquoten von ausgedienten Elektrogeräten. „Dass wir in Deutschland zu wenig Elektroschrott recyclen, befördert faktisch illegale Müllexporte nach Afrika. Dort verwerten Frauen, Männer und Kinder die Geräte unter menschenunwürdigen Bedingungen“, mahnte von Fürstenberg.

Der Bundestag hat am Donnerstag ein Gesetz verabschiedet, das die Rückgabe alter Elektrogeräte vereinfachen soll. Damit wird der Handel unter anderem verpflichtet, Rückgabestellen für alte Mobiltelefone, Taschenlampen oder Elektrorasierer einheitlich zu kennzeichnen. Auch elektronische Zigaretten dürfen künftig nach dem Gebrauch an allen Verkaufsstellen zurückgegeben werden.

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