Ministerpräsident Weil besucht Papst Franziskus

Der Politiker zeigt sich anschließend erfreut über das Gesellschaftsbild des Papstes. Aus der Kirche ist Weil aber schon länger ausgetreten.

Stefan Heinze

Hannover/Rom. Nach seiner etwa halbstündigen Audienz bei Papst Franziskus zeigt sich Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) beeindruckt. Er habe sich gefreut zu hören, dass der Papst mit Blick auf Flüchtlinge das Bild einer Gesellschaft habe, die zusammenhält, schreibt Weil auf Twitter: "Die Flüchtlingskrise ist in allen europäischen Ländern vor allen Dingen von den Populisten aufgegriffen worden."
Es war bereits der zweite Besuch Weils beim Papst. Schon bei einem ersten Treffen vor vier Jahren hatte er sich mit dem Oberhaupt der katholischen Kirche über die Situation der Flüchtlinge in der Welt ausgetauscht. Neben der Privataudienz nutzte Weil seine Romreise für politische Gespräche und ein Treffen mit dem Deutschen Botschafter in Italien.
Weil, dessen Eltern aus Oberschlesien stammen, ist katholisch getauft und aufgewachsen. Er war Messdiener und in der katholischen Jugend aktiv. Wegen Äußerungen des früheren Papstes Johannes Paul II. (1920-2005) trat er jedoch Anfang der 1980er Jahr aus der Kirche aus. Der SPD-Politiker bezeichnet sich trotzdem aus gläubigen Christen. (epd)