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Merz hält an Einladung des syrischen Präsidenten nach Berlin fest

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hält an der Einladung des syrischen Präsidenten Ahmed al-Scharaa nach Deutschland fest. Die Einladung sei „durch die wohl notwendige Absage“ von Sonntag nicht aufgehoben, „sie besteht weiter“, bekräftigte Merz bei einer Pressekonferenz der CDU am Montag in Berlin. Er unterstrich, Deutschland habe Interesse an Frieden und Wohlstand in Syrien, auch weil viele hierzulande lebende syrische Flüchtlinge darauf warteten, in ihr Heimatland zurückkehren zu können.

Al-Scharaa hatte ursprünglich zum Wochenbeginn nach Berlin kommen sollen. Für Dienstag waren Treffen mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Merz geplant. Ein Thema sollte laut Bundesregierung die mögliche Rückkehr in Deutschland lebender Flüchtlinge nach Syrien sein.

Der Besuch wurde am Sonntag vor dem Hintergrund einer Waffenruhe zwischen dem syrischen Militär und kurdischen Milizen abgesagt. Merz bezeichnete den Waffenstillstand als „ermutigendes Zeichen“. Es werde in Syrien aber noch viel Arbeit zu leisten sein, ergänzte er.

Seit dem Sturz des Diktators Baschar al-Assad im Dezember 2024 steht al-Scharaa in Syrien an der Spitze des Staates. Er war Anführer der islamistischen Miliz Haiat Tahrir al-Scham (HTS), die im Bürgerkrieg gegen Assad kämpfte.