„Merida – Legende der Highlands“ hinterfragt auch Rollenbilder

In Zusammenarbeit mit filmdienst.de und der Katholischen Filmkommission gibt die KNA Tipps zu besonderen TV-Filmen:

Die Pixar-Studios werden nicht müde, in ihren Animationsfilmen immer wieder neue Erzählwelten auszukundschaften – von der Tiefsee in „Findet Nemo“ über ein dystopisches SciFi-Szenario in „Wall-E“ bis zum mexikanischen Totenreich in Film „Coco“.

Mit ihrem dreizehnten Film „Merida“ begaben sich die Pixar-Macher 2012 auf ein Terrain, wie man es zuvor von den typischen Disney-Filmen kannte (mit deren Mutter-Studio Pixar seit 2006 liiert ist): Sie erzählen ein Märchen um eine schöne Prinzessin, eine böse Königin, Hexen, Flüche, Bösewichter und liebevoll umrissene Nebenfiguren (etwa Meridas kleine Drillingsbrüder, die nichts als Unsinn im Kopf haben). Wobei – wie schon in Disneys „Mulan“ – alte Geschlechterrollen und -klischees hinterfragt werden, indem die Heldin als ebenso tatendurstiges wie schlagkräftiges Mädchen gezeichnet wird.

Merida, die rothaarige Tochter des schottischen Königs, wird von ihrer standesstolzen Mutter zur Heirat gedrängt, flüchtet in den Wald und begegnet dort einer Hexe, die Merida zur Rache an der Mutter verhilft und diese in einen Bären verzaubert. Merida allerdings bereut den Fluch ziemlich schnell und will ihn rückgängig machen, hat dazu aber nur sehr begrenzt Zeit. Technisch perfekt inszeniert, mit viel Liebe zum Detail und visuell atemberaubend gestalteten Landschaften.