In der Diskussion um die Zukunft Grönlands drängen Menschenrechtler auf eine Einbeziehung der Inuit. Das Kaufangebot für die Insel seitens der USA sei eine „kolonialistische Bedrohung“, erklärte die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Freitag in Göttingen. Sie untergrabe nicht nur die Souveränität Grönlands, sondern gefährde vor allem die Rechte, das Land und die Kultur der Inuit. Als Inuit bezeichnen sich die indigenen Volksgruppen, die im arktischen Zentral- und Nordostkanada sowie auf Grönland leben.
„Die Inuit lebten schon lange vor der Ankunft europäischer Kolonisatoren auf Grönland“, sagte Eliane Fernandes von der GfbV. „Sie sind die rechtmäßigen Hüter dieses Landes. Ihre Stimme muss im politischen Diskurs über die Zukunft Grönlands gehört werden.“
Die Inuit kämpften für den Schutz und den Erhalt der Arktis, fügte Fernandes hinzu. „In einer Zeit, in der der Klimawandel und Ressourcenknappheit die Welt belasten, ist es unerlässlich, dass ihre Rechte und der Schutz ihres Landes im Mittelpunkt aller Diskussionen über die zukünftige Entwicklung der Region stehen.“