Menschenkette für den Frieden

Am 24. Februar, dem Jahrestag des russischen Überfalls auf die Ukraine, planen Friedensinitiativen aus Osnabrück und Münster eine 50 Kilometer lange Menschenkette zwischen beiden Städten.

Menschenkette für den Frieden (Symbolbild)
Menschenkette für den Frieden (Symbolbild)imago images/IlluPics

Friedensinitiativen aus Osnabrück und Münster wollen zwischen beiden Städten eine 50 Kilometer lange Menschenkette für den Frieden organisieren. Die Bürgerinnen und Bürger seien aufgerufen, sich am 24. Februar, dem Jahrestag des russischen Überfalls auf die Ukraine, entlang der Strecke einzufinden, wie die Friedensinitiativen mitteilten. Das Motto der Friedenskette lautet „Peace Now – von Friedenssaal zu Friedenssaal. Frieden – Gerechtigkeit – Klimaschutz“.

Die Kette soll den Angaben zufolge dem Weg der Friedensreiter bei den Verhandlungen des Westfälischen Friedens vor 375 Jahren folgen. Damals brachten die Reiter Botschaften zwischen den Rathäusern der beiden Städte hin und her. In den Friedenssälen wurde der Friedensschluss unterzeichnet, der 1648 den 30-jährigen Krieg beendete.

Erinnerung an den Westfälischen Frieden

Beide Städte begehen in diesem Jahr das Jubiläum 375 Jahre Westfälischer Frieden und erinnern mit zahlreichen Sonderveranstaltungen an die Bedeutung, aber auch an die Zerbrechlichkeit des Friedens. Gerade 2023 würden in vielen Ländern Kriege geführt, Hungersnöte herrschten und Menschenrechte würden missachtet, sagte Rixa Borns von der Friedensinitiative Münster FIM.

Die Friedensstädte Münster und Osnabrück organisieren nach 2003 bereits zum zweiten Mal eine solche Friedenskette. Damals hatten zu Beginn des Irak-Krieges Friedensgruppen, Kirchen, Gewerkschaften, Parteien, Vereine, Schulen und andere Institutionen in den Städten dazu aufgerufen, ein Zeichen für den Frieden zu setzen.

Auch dieses Mal seien Gruppen, Sport- und Kulturvereine, Initiativen, Nachbarschaften, Kirchengemeinden, Chöre, Schulklassen und Verbände eingeladen, einen Streckenabschnitt zu beleben, betonte Mark Dingerkus vom Friedensforum Münster. Gut 50.000 Menschen seien notwendig, um die Kette lückenlos zu schließen.