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Bericht: Mehr katholische Geistliche im Jahr 2025 getötet

In vielen Ländern leben Geistliche gefährlich – vor allem in Afrika und Asien. „Kirche in Not“ legt einen neuen Bericht zu Tötungen und Entführungen vor.

Der Jahresbericht von „Kirche in Not“ zeigt: Gewalt gegen Geistliche wächst (Symbolbild)
Der Jahresbericht von „Kirche in Not“ zeigt: Gewalt gegen Geistliche wächst (Symbolbild)Imago / photothek

Weltweit sind 2025 mehr katholische Geistliche getötet worden als im Vorjahr. Wie das katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ in München mitteilte, kamen 19 Geistliche gewaltsam ums Leben, darunter 15 Priester, 2 Seminaristen und 2 Ordensschwestern. 2024 waren es 13 Todesopfer.

Kirche in Not beklagt wachsende Gewalt gegen Geistliche weltweit

„Die Schicksale der ermordeten und entführten Geistlichen sind jedes Jahr bedrückend. Wir können uns oft gar nicht vorstellen, was Christen in anderen Ländern durchmachen“, sagte der Geschäftsführer von „Kirche in Not“ Deutschland, Florian Ripka. Viele der Tötungen standen laut der Organisation im Zusammenhang mit bewaffneten Konflikten, Entführungen und allgemeiner Gewalt, unter anderem in Nigeria, Äthiopien, Sudan und Myanmar. Weitere Geistliche wurden bei Überfällen oder Angriffen etwa in den USA, Mexiko, Kenia und Haiti getötet.

Kirche in Not: Neue Festnahmen von Priestern in China

Zugleich ging die Zahl inhaftierter Priester und Ordensleute zurück: Waren 2024 noch 71 Geistliche in Haft, zählte „Kirche in Not“ für 2025 noch 28 Fälle. Hintergrund seien unter anderem Freilassungen in Nicaragua. In China habe die Zahl der Festnahmen hingegen zugenommen. Die rückläufigen Zahlen bei inhaftierten Priestern und Ordensleuten zeigten, öffentliche Aufmerksamkeit und Druck seien hilfreich, sagte Ripka.

Entführungen seien weiterhin ein Problem, teilte die Organisation mit. 38 Priester und Ordensleute wurden 2025 verschleppt, davon 24 in Nigeria.