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Mehr als 1.600 Abschiebungen aus Berlin

Im vergangenen Jahr sind 1.670 Menschen aus Berlin abgeschoben worden. Darunter seien 106 sogenannte Dublin-Fälle gewesen, in denen andere EU-Staaten für die Asylverfahren zuständig sind, teilte die Senatsverwaltung für Inneres in einer am Freitag veröffentlichten Antwort auf eine Anfrage aus der Linken-Fraktion im Abgeordnetenhaus mit. 51 Menschen seien in Drittstaaten abgeschoben worden, die nicht die Herkunftsländer der Betroffenen sind.

In direkten Zusammenhang mit ihrer Rückführung seien 1.394 Personen in Gewahrsam genommen worden, hieß es weiter. 292 Rückführungen seien aus der Strafhaft erfolgt.

Das Landesamt für Einwanderung habe 2025 insgesamt 29 Sammelabschiebungen mit jeweils mehreren Betroffenen vor allem nach Moldau, Georgien und Serbien organisiert. Abschiebungen aus Schulen, Jugendeinrichtungen und Krankenhäusern habe es nicht gegeben, diese seien in Berlin nicht zulässig.

Ein Abschiebungsversuch eines 20-jährigen ghanaischen Staatsangehörigen aus einer bezirklichen Einrichtung der stationären Jugendhilfe für Volljährige sei abgebrochen worden. Die Einrichtung sei dem Landesamt und der Polizei nicht als stationäre Jugendhilfeeinrichtung gemeldet und bekannt gewesen.