Lebensmittelsicherheit – nur wenig Belastung festgestellt

Die Prüfer sind erfreut: Nur wenige der vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit getesteten Nahrungsmittel weisen Belastungen auf. Darauf sollten Verbraucher beim Verzehr achten.

Getrocknete Beeren unbedenklich, veganer Käse mit Belastungen: Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat am Montag die Ergebnisse seines jährlichen Kontrollberichts vorgestellt.

Zu den geprüften Lebensmitteln gehörten diesmal unter anderem getrocknete Beeren. Sie wurden auf ihre Belastung mit Acrylamid untersucht; einer krebsfördernden chemischen Verbindung, die beim Erhitzen von Nahrungsmitteln entsteht und somit auch in der Produktion kaum vermeidbar ist. Laut dem Bericht wurden bei den 158 untersuchten Proben jedoch keine auffälligen Acrylamid-Gehalte festgestellt. Getrocknete Beeren könnten also bedenkenlos verzehrt werden, so die Abteilungsleiterin für Lebensmittelsicherheit im BVL, Andrea Luger.

Etwas kritischer fielen die Ergebnisse bei veganen Käseersatzprodukten aus. Sie wurden auf Belastung mit Mineralölen untersucht, die im Herstellungsverlauf mit den Lebensmitteln in Berührung kommen können. Demnach wurden in 57 der 67 Proben gesättigte Mineralöle festgestellt, die aber gesundheitlich eher unbedenklich seien. In acht Proben hätten sich jedoch aromatische Kohlenwasserstoffe gefunden, die für Kleinkinder, Kinder und Vielverzehrer aller Altersgruppen potenziell schädlich sein könnten. Generell trügen vegane Käseersatzprodukte aber nicht zur Gesundheitsbelastung der Bevölkerung bei, betonte Luger.

Getestet wurden auch verzehrfähige Salate im Handel auf ihre Belastung mit gesundheitsschädlichen Keimen. Auch hier sei die in den Proben nachgewiesene Belastung zwar gering. Dennoch sind sie laut BVL ein guter Keimboden, da sie zumeist auch nicht mehr gewaschen würden. Bei Kindern und immungeschwächten Menschen rät das Amt deshalb vom Verzehr dieser Produkte ab.

Gute Nachrichten gibt es laut BVL-Präsidentin Gaby-Fleur Böl auch aus den Gemeinschaftsverpflegungen zu berichten. So würden beim Warmhalten von stärkehaltigen Produkten wie Reis und Nudeln, die ebenfalls ein guter Keimboden für Bakterien sind, in fast allen getesteten Einrichtungen die Hygienestandards eingehalten. Das bedeutet, die Lebensmittel werden durchgehend bei einer Temperatur von 60 Grad sowie nicht länger als drei Stunden warmgehalten.

In Privathaushalten riet die BVL-Präsidentin dazu, Reis- und Nudelreste nach der Zubereitung immer zügig abzukühlen und dann zeitnah gut verpackt im Kühlschrank zu verstauen, um Keimbildungen zu vermeiden. Dann könnten die Nahrungsmittel auch noch ein bis zwei Tage später verzehrt werden. Beim Aufwärmen sei zudem wichtig, eine Kerntemperatur von 70 Grad über mindestens zwei Minuten zu halten, um alle Keime abzutöten. Dazu sei ein Kochtopf oft besser geeignet als die Mikrowelle, so Böl.

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