Eine politische Aufarbeitung der Corona-Politik hat der frühere Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet gefordert. Im Interview mit dem heute-Journal sprach er sich für eine Enquete-Kommission des Bundestages aus. Ziel müsse es sein, Lehren für eine künftige Pandemie zu ziehen.
Während der Pandemie sei viel zu aggressiv und ohne Respekt vor anderen Meinungen diskutiert worden, sagte der frühere NRW-Ministerpräsident. Die Debatte sei "sehr moralisiert" gewesen. "Entweder du bist für die eine Maßnahme oder du bist ein Corona-Leugner. Es gab aber eine Menge dazwischen." Das präge die Gesellschaft bis heute. Wie in der Corona-Pandemie mit anderen Meinungen umgegangen worden sei, sei bis heute "Feuer für Populisten und Verschwörungstheoretiker". Er hoffe, dass sich durch eine neue Dialogkultur, die auch Fehler zugestehe, die Spaltung der Gesellschaft wieder beruhige.
