Das Landeskulturministerium präsentiert ab Dienstag im Thüringer Landtag die Ausstellung „Out of the box“. Zwei Monate lang seien dort insgesamt 46 Kunstankäufe des Freistaats Thüringen aus dem Jahr 2024 zu sehen, teilte die Landtagsverwaltung am Montag in Erfurt mit.
Landtagspräsident Thadäus König (CDU) sagte vor der Ausstellungseröffnung, „Out of the box“ stehe für kreatives Denken jenseits von Schubladen und für einen offenen, neugierigen Blick auf die Welt. Die Ausstellung versammele Kunst aus Thüringen in allen Formen und Farben, die sich sonst als Leihgabe in Sammlungen und Behörden befinden. Der Begriff „Out of the box“ stehe sinnbildlich für den Schritt aus dem Depot heraus und hinein in das Licht der Öffentlichkeit.
Die Kunstsammlung des Freistaats Thüringen wird seit 1991 durch jährliche Ankäufe aus allen Sparten der bildenden Kunst in Thüringen erweitert. Der Bestand umfasst heute mehr als 10.000 Werke, einschließlich zeitgeschichtlich bedeutender Bestände aus DDR-Sammlungen, die nach der Treuhand-Verwaltung in Landesbesitz gelangten. Das jährliche Budget für Ankäufe aus der Landeskasse lag während der vergangenen Jahre konstant zwischen rund 150.000 und 260.000 Euro.
Über die Kunstankäufe entscheidet nach Angaben des Kulturministeriums ein Beirat, der aus Experten namhafter Thüringer Institutionen besteht. Neben der Qualität der Werke und den Verbindungen des Künstlers zum Freistaat achte das Gremium etwa auf die landes- oder zeitgeschichtliche Relevanz der Kunst oder den Bedarf der Thüringer Museen an bestimmten Werken.