Landessynode macht Weg frei für neuen Landesstellenplan

25 Prozent weniger Stellen, große Regionalgemeinden und multiprofessionelle Teams: Die Landessynode hat den Vorbeschluss zur nächsten Stellenplanung der evangelischen Kirche in Bayern am späten Dienstagabend mit 69 von 95 abgegebenen Stimmen angenommen. Der verantwortliche Personalchef, Oberkirchenrat Stefan Reimers, zeigte sich erleichtert: Die Zustimmung zu dem Rahmenentwurf „hilft wirklich weiter und ermöglicht uns Gestaltung für viele Jahre“. In einem Jahr muss die Synode den ausgearbeiteten Landesstellenplan endgültig beschließen. Bis 2034 soll er in allen Dekanaten Bayerns umgesetzt sein.

Vor allem der Punkt zum „berufsgruppenübergreifenden“ Einsatz von Diakonen, Religions- oder Sozialpädagogen auf Pfarrstellen wurde von der Synode intensiv diskutiert. Der Vorsitzende des zuständigen Organisationsausschusses, Wolfgang Graf zu Castell-Rüdenhausen, betonte, dass es bei diesen Einsätzen nicht um das gegenseitige Ausspielen von Berufsgruppen oder um eine „billige Version, Dienstleistung zu kriegen“, gehen dürfe. Die Landeskirche müsse sich „mal klar darüber werden, wo wir eine Ordination brauchen und wünschen, und wo nicht“, sagte Castell. Diese Frage könne die Synode bei ihrer aktuellen Herbsttagung aber nicht klären.

Im Vorfeld der Synode hatte sich Widerstand gegen diesbezügliche Passagen in der Landesstellenplanung geregt. So hatte eine Gruppe von Nicht-Ordinierten, die schon jetzt auf Pfarrstellen eingesetzt sind, ein Positionspapier verfasst und über 1.900 Unterschriften gesammelt. Im Kern lehnte die Gruppe die Idee scharf umrissener Berufsprofile und die Beschränkung auf das „Besoldungsgefüge der jeweiligen Berufsgruppe“ ab. Die beiden fraglichen Sätze wurden in dem jetzt verabschiedeten Vorbeschluss gestrichen. (3733/26.11.2025)

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