Neuer Papst, neues Vertrauen. Landesbischof lobt Leo XIV. als Symbol weltweiter Verbundenheit und erinnert an die Verantwortung der Kirchen für die Einheit.
Der Papst ist die einzige Person, die als Sprecher einer weltweit agierenden Organisation global wahrgenommen wird. Das sagte der Catholica-Beauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche, Bayerns Landesbischof Christian Kopp, vor den Mitgliedern der in Dresden tagenden EKD-Synode.
Die Wahl von Leo XIV. nannte der Theologe eine "kluge Wahl": Mit dem Amerikaner sei eine Person Papst geworden, die in Nord- und Südeuropa, aber auch in Italien viele Erfahrungen gesammelt habe. "Der Einsatz für die Armen, das Engagement für Menschen auf der Flucht und das Aufgreifen von Synodalität zeichnen die Amtszeit von Franziskus auf - und Leo XIV. nimmt die Themen auf."
Kopp hob ferner die Beteiligung der katholischen Kirche an der jüngsten Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung sowie am kooperativen Religionsunterricht in Niedersachsen hervor. Daneben würdigte Kopp die ökumenischen Feiern zum Jubiläum des Nicäanischen Glaubensbekenntnisses.