Künstler-Grabmal restauriert

Auf dem Eisenacher Hauptfriedhof ist die denkmalgeschützte Grabanlage der Familie Bock mit dem Bildwerk „Mutter Erde“ mithilfe von Spenden und Fördermitteln restauriert worden. Die Anlage in Form einer trauernden Frauengestalt gehöre zu den imposantesten Stätten auf dem Eisenacher Hauptfriedhof, teilte die Stadtverwaltung am Dienstag mit.

Der Schriftzug „Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet“ in Verbindung mit der Frauengestalt mit ausgebreiteten Armen sei ein Werk des Bildhauers Arthur Bock (1875-1957), welches er vermutlich für seine Mutter Ida Bock geschaffen habe. Seit 1993 stehe die Grabanlage als Einzeldenkmal unter Denkmalschutz, hieß es.

Über Jahre hinweg sei ein Großteil des Grabmals von Flechten und Moos überzogen gewesen. Der Bewuchs habe der aus Muschelkalk bestehenden Natursteinoberfläche geschadet.

Der in Leipzig geborene Bildhauer Arthur Bock wirkte ab 1903 als Dozent für Kunst in Hamburg. In der Hansestadt habe er unter anderem Werke rund um die Hamburger Landungsbrücken geschaffen. Zudem entwarf er den Angaben zufolge immer wieder Großplastiken für Friedhöfe und Denkmäler zur Erinnerung an Kriegsgefallene. Seine Urne wurde bereits in dessen Todesjahr von seinem Sterbeort Ettlingen in Baden-Württemberg in die nun restaurierte Familien-Grabanlage in Eisenach umgebettet.

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