Kritik an Umweltminister Schneider – Naturschützer: wenig Profil

Die Naturschutzjugend kritisiert Umweltminister Schneider und warnt vor wachsender Frustration in der jungen Generation. Sie fordert mehr Einsatz für Artenvielfalt - und weniger Erwartungsdruck auf Jüngere.

Aus Sicht der Naturschutzjugend ist der neue Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) bislang blass geblieben. Es gelte etwa, für besonders wertvolle Flächen für Artenvielfalt zu kämpfen, sagte die Sprecherin der Jugendorganisation des Naturschutzbundes Deutschland, Inga Fink, der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Montag). Konsequenter Flächenschutz führe zu Interessenkonflikten, gerade, wenn es um Renaturierung gehe. "Der Minister ist ja noch nicht so lange im Amt. Wir sollten da noch abwarten."

Fink fordert von der Gesellschaft insgesamt mehr Engagement zum Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen. "Alle Altersgruppen müssen mehr Verantwortung übernehmen, damit wir es schaffen, die Natur und damit am Ende auch uns selbst zu schützen", betonte sie. Es werde nicht im ausreichenden Maße wahrgenommen, wie bedrohlich der Rückgang der Artenvielfalt für die Zukunft von Kindern und Jugendlichen sei. Zugleich laste auf jungen Menschen ein hoher Erwartungsdruck, die Dinge zu ändern.

"Diese Diskrepanz zwischen besonders starker Betroffenheit von Naturzerstörung und sehr begrenzten Möglichkeiten, daran etwas zu ändern, führt zu viel Frustration in der jungen Generation", so die Naturschützerin. Es sei erforderlich, gesellschaftlichen Druck von den jüngeren Generationen zu nehmen.

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