Mit Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine entschied die damalige Bundesregierung, dass ukrainische Flüchtlinge Bürgergeld erhalten sollen. Das soll sich nun ändern.
Der Paritätische Wohlfahrtsverband kritisiert den geplanten Wechsel ukrainischer Geflüchteter vom Bürgergeld ins Asylbewerberleistungsgesetz. “Das wäre eine fatale Fehlentscheidung”, erklärte der Verband. Er treibe ukrainische Geflüchtete in die Armut und verhindere ihre Integration in den Arbeitsmarkt. Der Bundesrat befasst sich in seiner Sitzung an diesem Freitag damit.
Mit dem Gesetz sollen ab dem 1. April 2025 eingereiste Personen aus der Ukraine künftig Leistungen aus dem Asylbewerberleistungsgesetz anstelle von Bürgergeld oder Sozialhilfe erhalten. Die Leistungen aus dem Asylbewerberleistungsgesetz fallen geringer aus.
Weiter betonte der Wohlfahrtsverband, der Systemwechsel schaffe Probleme statt sie zu lösen, auch für Länder und Kommunen, die den bürokratischen Mehraufwand bezahlen müssten. Der Bundesrat solle diesem sozialpolitischen Irrweg eine klare Absage erteilen.
In Deutschland lebten zuletzt rund 1,2 Millionen Ukrainerinnen und Ukrainer, die vor dem russischen Angriffskrieg aus ihrer Heimat geflohen sind. Etwa 700.000 erhielten Bürgergeld.