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Krankenkasse: Viele Fehltage durch Infekte

Die Krankenkasse DAK registriert im ersten Halbjahr 2025 einen hohen Krankenstand durch Atemwegserkrankungen unter ihren rund 392.000 Versicherten. Bei den Fehltagen aufgrund von Grippe und Erkältung habe es im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen Anstieg um neun Prozent auf einen Anteil unter den Krankschreibungen von 22 Prozent gegeben, teilte die DAK am Mittwoch in Düsseldorf ein Ergebnis einer Untersuchung des Berliner IGES Instituts mit. Dies habe sich vor allem durch die Erkältungswelle im Januar und Februar bemerkbar gemacht. Ab dem zweiten Quartal sei die Infektwelle abgeebbt.

Insgesamt lag der Krankenstand in der ersten Jahreshälfte bei 5,7 Prozent und damit leicht unter dem Vorjahreswert von 5,9 Prozent, wie die DAK erklärte. Dazu hätten Rückgänge bei psychischen Erkrankungen (minus sieben Prozent) sowie bei Muskel-Skelett-Erkrankungen (minus fünf Prozent) beigetragen. Diese beiden Erkrankungsgruppen machten allerdings mit 18 beziehungsweise 17 Prozent weiterhin große Anteile an den Krankschreibungen aus.

Besonders betroffen von Fehlzeiten waren der DAK-Untersuchung zufolge Beschäftigte in der Pflege und in Kitas. Beschäftigte in der Alten- und Krankenpflege kamen im ersten Halbjahr im Durchschnitt pro Kopf auf 13 Tage Krankschreibung. Beschäftigte in Erziehungsberufen wie zum Beispiel in Kindertagesstätten hatten ebenfalls fast 13 Fehltage pro Kopf. Damit lagen diese Berufsgruppen über dem Durchschnitt von rund zehn Fehltagen. Besonders wenig Ausfalltage gab es hingegen bei Beschäftigte in IT-Berufen, wie die DAK erklärte. Sie kamen auf rund sieben Fehltage pro Kopf.

Trotz eines leichten Rückgangs gegenüber dem Vorjahr bleibe der Krankenstand auf einem hohen Niveau, erklärte Anke Eschweiler, stellvertretende Landeschefin der DAK-Gesundheit in Nordrhein-Westfalen. Die überdurchschnittlich hohen Fehltage in der Alten- und Krankenpflege sowie in den Kitas seien alarmierend. In diesen sensiblen Bereichen müsse Gesundheitsförderung und betriebliches Gesundheitsmanagement in den Fokus rücken.