Bischöfin aus Hamburg

Kirsten Fehrs in den Rat der EKD gewählt

Es war eigentlich Formsache: Bischöfin Fehrs zieht wieder in den EKD-Rat ein. Doch eine andere Kandidatin war noch erfolgreicher.

Bischöfin Kirsten Fehrs

Bremen. Die Hamburger Bischöfin Kirsten Fehrs ist erneut in den Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gewählt worden. Sie erhielt im zweiten Wahlgang 116 von 148 Stimmen der digital tagenden EKD-Synode und somit die notwendige Zwei-Drittel-Mehrheit. Fehrs nahm die Wahl im Anschluss an.

Der Rat der EKD hat 15 Mitglieder. Qua Amt gehört die Präses der EKD-Synode, Anna-Nicole Heinrich, dem Gremium an, das die Vielfalt der Protestanten in Deutschland repräsentieren soll, über aktuelle Herausforderungen für Kirche und Gesellschaft berät und sich öffentlich zu Wort meldet.

Auch Annette Kurschus gewählt

Die westfälische Präses Annette Kurschus war im ersten Wahlgang ebenfalls erneut in den Rat gewählt worden. Sie erreichte als einzige Kandidatin im ersten Wahlgang die notwendige Zwei-Drittel-Mehrheit. 108 Stimmen entfielen auf die 58-Jährige, die die Wahl im Anschluss annahm.

Es sind mehrere Wahlgänge nötig, bis alle Plätze im Rat besetzt sind. Insgesamt 22 Kandidatinnen und Kandidaten bewerben sich um einen Sitz. Gewählt ist, wer mindestens zwei Drittel der Stimmen erhält. Wahlberechtigt sind die 128 Mitglieder der EKD-Synode und die Vertreter der 20 Landeskirchen in der Kirchenkonferenz.


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Der Rat ist eine Art „Kirchenregierung“ innerhalb der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Die 15 Mitglieder beraten über aktuelle Fragen in Kirche und Gesellschaft, beauftragen und begleiten Denkschriften der EKD, die in Kammern von Experten erarbeitet werden, und melden sich öffentlich zu Wort.

Am Mittwoch soll auf der EKD-Synode über den Ratsvorsitz entschieden werden. Der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm hat nicht erneut für das Leitungsgremium kandidiert. (epd)

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