Kirchenpräsidentin Wüst: Kirche steht und fällt mit den Menschen

Die pfälzische Kirchenpräsidentin Dorothee Wüst hat die Protestantinnen und Protestanten dazu aufgerufen, im Reformprozess der Evangelischen Kirche der Pfalz gemeinsam nach guten Lösungen zu suchen. Das oberste Ziel bleibe es trotz aller Auseinandersetzungen über den richtigen Weg, „die gute Nachricht von Gott für Menschen“ zu verbreiten, sagte Wüst am Donnerstag zum Auftakt der Herbsttagung der Landessynode im Speyerer Technik-Museum.

Über die Strukturbedingungen für die Kirche der Zukunft werde die Synode im Frühjahr 2027 entscheiden, sagte Wüst in ihrer Einführung in das neue Prozessdesign „#kirche.mutig.machen“. Ziel des Leitfadens sei es, bisher erarbeitete Reformkonzepte in konkretes Handeln umzusetzen, machten Vertreter eines Projektbüros vor der Synode deutlich.

#Raum für Diskussionen im Reformprozess

Im nun startenden kirchlichen Gesetzgebungsverfahren werde es weiter Raum für Diskussionen und Informationen in der Fläche der Landeskirche geben, betonte die Kirchenpräsidentin. Sie appellierte an die Kirchenmitglieder in der Pfalz und Saarpfalz, im Gespräch zu bleiben und den Reformprozess zu unterstützen. An vielen Stellen in der Landeskirche würden neue Wege bereits beschritten, darin liege eine Chance.

Bei allen Veränderungen innerhalb der 20 evangelischen Landeskirchen und auch im Miteinander zwischen ihnen gehe es darum, „Ermöglichungsräume für geistliches Leben“ zu öffnen, sagte Wüst. Mit der in der Pfälzer Kirche umstrittenen Frage nach dem künftigen Körperschaftsstatus der 374 Kirchengemeinden „steht und fällt nicht das christliche Abendland, nicht einmal die pfälzische Landeskirche“, betonte sie. Die Kirche stehe und falle aber „mit all den Menschen, die mit Herzblut vor Ort Kommunikation des Evangeliums in Wort und Tat leben“.

#Pfälzer Kirche will 45 Prozent ihres Haushalts bis 2035 einsparen

Die Pfälzer Kirche will mit ihrem im Herbst 2023 gestarteten Transformationsprozess (bisher: Priorisierungsprozess) ihre Strukturen umbauen und dadurch trotz sinkender Mitgliederzahlen und schwindender Finanzkraft zukunftsfähig bleiben. Bis 2035 soll die Neuaufstellung abgeschlossen sein, 45 Prozent des landeskirchlichen Haushalts - rund 60 Millionen Euro - sollen eingespart werden.

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