Kirchen fordern gesellschaftlichen Platz für Menschen mit Demenz

Die Kirchen haben eine gemeinsame Publikation herausgegeben zum Thema Demenz. Die Veröffentlichung soll praktische Hinweise für die konkrete seelsorgerliche Arbeit geben.

Die Publikation der Kirchen ist nach eigenen Angaben eine Sammlung von Texten, die fundierte Hintergrundinformationen zum Thema Demenz geben soll
Die Publikation der Kirchen ist nach eigenen Angaben eine Sammlung von Texten, die fundierte Hintergrundinformationen zum Thema Demenz geben sollepd-bild/ Werner Krueper

Die beiden großen christlichen Kirchen haben dafür geworben, Menschen mit Demenz einen Ort in der Gesellschaft zu geben. „Um Menschen mit Demenz einen Platz in der Mitte der Gesellschaft ermöglichen zu können, bedarf es daher einer entsprechenden Haltung“, schreiben die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Annette Kurschus, und der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, in einem Vorwort zu einer veröffentlichten gemeinsamen Publikation.

Mehr gesellschaftliche Teilhabe für Menschen mit Demenz

Der Text „Menschen mit Demenz in der Kirche – wie eigene Angebote gelingen“ sei ein Beitrag auf dem Weg, Menschen mit Demenz mehr gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen, heißt es in einer Mitteilung von EKD und Bischofskonferenz. Die Publikation verstehe sich als Impuls der beiden Kirchen im Rahmen der Nationalen Demenzstrategie, die 2021 von der Bundesregierung ins Leben gerufen wurde.

Der Text biete ein kompaktes und reichhaltiges Kompendium für alle Kirchengemeinden, die ihre Angebote und ihr Gemeindeleben demenzsensibler gestalten wollen, hieß es weiter. Die Veröffentlichung sei eine Sammlung von Texten, die sowohl fundierte Hintergrundinformationen zum Thema Demenz als auch praktische Hinweise für die konkrete seelsorgerliche Arbeit geben.