Vor den Beratungen im Bundesrat am heutigen Freitag warnt der Deutsche Kinderschutzbund davor, wegen der aktuellen Haushalts-Krise die geplante Kindergrundsicherung zu stoppen. Präsidentin Sabine Andresen sagte den Stuttgarter Nachrichten und der Stuttgarter Zeitung, in Krisen zeige sich, ob der Staat seiner Verantwortung gegenüber Minderjährigen gerecht werde: "Wer Maßnahmen gegen Kinderarmut wie die Kindergrundsicherung jetzt platzen lässt, verspielt die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft."
Andresen verwies außerdem darauf, dass Kinder und Jugendliche kein Wahlrecht hätten. Sie seien somit "ganz besonders darauf angewiesen, dass ihre Interessen und Rechte nicht bei der ersten Gelegenheit beiseitegeschoben werden". Es gebe solide wissenschaftliche Erkenntnisse darüber, dass Gesundheit und Bildungschancen durch Armut stark beeinträchtigt würden.
