Die Kenianer sind an diesem Montag in den Genuss eines zusätzlichen Feiertags gekommen: Am "National Tree Growing Day" waren die 54 Millionen Bewohner des ostafrikanischen Landes aufgerufen, jeweils mindestens zwei Bäume zu pflanzen. Präsident William Ruto, seine Minister sowie auch Kenias Armeechef packten ebenfalls mit an, wie örtliche Medien (Montag) berichteten.
Erklärtes Ziel der kenianischen Regierung ist, bis 2032 rund 15 Milliarden neue Bäume für den Klimaschutz zu pflanzen. Zu Wochenbeginn sollten mithilfe der Kenianer 100 Millionen Bäume in den Boden finden. Die Setzlinge wurden von staatlichen Gärtnereien des Kenya Forest Service (KFS) verteilt. "Bäume sind ein wichtiger Aspekt in der Bekämpfung des Klimawandels. Wir brauchen Bäume und Aufforstung", wird ein Regierungsvertreter zitiert.
Umweltschützer lobten das Projekt; jedoch gab es auch Kritik. So prangerte Aktivistin Teresa Muthoni im Interview der BBC an, dass es sich bei einigen Bäumen nicht um heimische Arten handele. Zudem unternehme die Regierung in Nairobi nicht genügend, um illegale Abholzung zu stoppen, was das Projekt in Zweifel ziehe.
Nicht gepflanzt wurde im Nordosten des Landes, da dieser seit Tagen von Überschwemmungen heimgesucht wird. Diese hatten in der vorigen Woche eine historische Dürre am Horn von Afrika abgelöst. Somalia vermeldete mindestens 29 Tote; in Kenia starben laut örtlichen Medien 15 Menschen durch die Fluten. Als Ursache gilt ein El Nino-Wetterphänomen.