Artikel teilen:

Kanzler Merz: Dreikönige mahnen zu Offenheit und Zuversicht

Die Heiligen Drei Könige stehen für Mut und Zuversicht: Friedrich Merz wirbt angesichts von Krisen für Offenheit gegenüber Neuem. Und freut sich auf seinen ersten Sternsingerempfang.

Die Sternsinger schauen am Dienstag bei Friedrich Merz im Kanzleramt vorbei
Die Sternsinger schauen am Dienstag bei Friedrich Merz im Kanzleramt vorbeiImago / epd-bild

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sieht in der biblischen Erzählung der Heiligen Drei Könige einen Impuls für Bescheidenheit und Vertrauen. Im Gespräch mit der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) verwies Merz darauf, dass Glück und Sinn oft im Unscheinbaren zu finden seien. “Die Drei Weisen suchen einen neugeborenen König und finden das Jesuskind in einer Krippe liegend, in einem einfachen Stall, unerwartet und unscheinbar.” Auch im Alltag liege das Glück nicht immer in den großen, überragenden Erlebnissen und Erfahrungen, so der Kanzler. “Das sollten wir uns immer wieder vergegenwärtigen.”

Mit Blick auf aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen betonte Merz die Bedeutung von Mut und Offenheit. Die Geschichte der Drei Könige stehe für einen Weg ins Ungewisse: “Die Drei Könige haben sich auf einen weiten Weg gemacht – voller Zuversicht und ohne zu wissen, was genau sie vorfinden werden.” Angesichts neuer Herausforderungen wünsche er sich ähnliches für die Gesellschaft. “Auch in Deutschland brauchen wir die Offenheit für Neues und den festen, selbstbewussten Glauben daran, ein Ziel aus eigener Kraft erreichen zu können”, so Merz.

Merz: Sternsingen ist schöne Tradition

Persönlich verbindet der Kanzler den Dreikönigstag vor allem mit dem Sternsingen. “Bei mir zu Hause im Sauerland ist das Sternsingen eine schöne Tradition, wenn jedes Jahr – wie in so vielen Teilen unseres Landes – Mädchen und Jungen zu Dreikönig von Haus zu Haus gehen, den Segen bringen und Spenden für Kinder in Not sammeln.” In diesem Jahr sei seine Freude besonders groß, ergänzte der Kanzler: “Dieses Mal freue ich mich ganz besonders darauf, gleich im neuen Jahr Sternsinger aus ganz Deutschland im Bundeskanzleramt begrüßen zu dürfen.”

Merz empfängt am Dienstag erstmals in seiner Amtszeit die Sternsingerinnen und Sternsinger – 108 Königinnen und Könige, jeweils vier Kinder und Jugendliche aus allen 27 katholischen Bistümern. Seit 1984, zuerst in der Amtszeit von Kanzler Helmut Kohl, bringen sie zu Jahresbeginn ihren Segen “Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus” ins Bundeskanzleramt.

Bundesweit ziehen die Kinder und Jugendlichen von Haus zu Haus, bringen den Segen und sammeln Spenden für Not leidende Altersgenossen. Die aktuelle 68. Aktion Dreikönigssingen steht unter dem Motto “Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit”. Sie soll zeigen, wie wichtig die Kinderrechte auf Schutz und Bildung sind.