Der Jugendclub „Chekov“ in Cottbus ist nach eigenen Angaben in der Nacht zu Samstag mit rechten Parolen besprüht worden. Dabei seien die von den Jugendlichen selbst gestalteten Wandbilder zerstört worden, teilte die Initiative Sichere Orte Südbrandenburg am Sonntag mit. Neben queer- und frauenfeindlichen Beschimpfungen seien in großen Buchstaben „Cottbus bleibt deutsch“ an die Wand geschrieben worden. Dieser Slogan sei unter anderem bei rechtsextremen Hooligans des FC Energie Cottbus beliebt.
Lukas Pellio, Sprecher der Initiative Sichere Orte Südbrandenburg, verwies auf mutmaßlich rechtsextreme Angriffe auf alternative Orte der Region in den vergangenen Monaten. So sei Anfang November in Lauchhammer der Jugendclub „SüdClub“ und „Bunt-Rock e.V.“ angegriffen worden. Außerdem seien in diesem Jahr in Senftenberg der Jugendclub „Jamm“ und in Cottbus das Hausprojekt „Zelle79“ sowie das „Regenbogenkombinat“ Ziel rechter Angriffe gewesen.
Pellio betonte, „diese Orte werden gezielt angegriffen, weil sich dort die Menschen treffen, die sich seit Jahren der extremen Rechten in der Region entgegenstellen und Alternativen zu rechter Jugendkultur anbieten“. Politik und Verwaltung forderte er auf, „diese Keimzellen der Demokratie zu schützen und langfristig abzusichern“.