Jüdische Filmtage in Stralsund mit kostenlosem Eintritt

Bis zum kommenden Sonntag werden Filme im Bürgergarten gezeigt. Zum Abschluss steht die Dokumentation "Rabbi Wolff" auf dem Prorgramm.

Landesrabbiner William Wolff in Schwerin im Dezember 2008. Ihm ist eine Doku gewidmet

Stralsund. Filme über jüdisches Leben in Deutschland und der Welt werden vom 23. bis 29. August im Stralsunder Bürgergarten gezeigt. Die Jüdischen Filmtage Stralsund wurden vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) Berlin im Rahmen des Festjahres „1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ geplant, wie das Erzbistum Berlin mitteilt. Jeweils um 19 Uhr werden in den Filmen Fragen thematisiert, zum Beispiel schwul sein als orthodoxer Jude oder Leben nach dem Holocaust. Die Filmtage werden mit der Dokumentation „Rabbi Wolff“ zur Lebensgeschichte des ehemaligen Landesrabbiners von Mecklenburg-Vorpommern, William Wolff, abgeschlossen.

Als Rahmenprogramm soll es am Montag und Dienstag (23./24. August) von 14 bis 20 Uhr einen jüdischen Imbiss im Bürgergarten geben. Zudem wird am Dienstag um 17 Uhr die Stralsunder Band „Querbeet“ mit dem evangelischen Pastor Albrecht Mantei jiddische Lieder präsentieren. Roland Baron von der jüdischen Gemeinde in Berlin wird vom 25. bis 28. August als Gesprächsgast nach den Filmen zur Verfügung stehen. Mit Unterstützung des Präventionsrates des Landkreises Vorpommern-Rügen könne ein kostenloser Eintritt zu den Filmtagen ermöglicht werden, hieß es.

Diversität sichtbar gemacht

„Auch wenn jüdisches Leben heute in Vorpommern kaum noch stattfindet, so wollen wir doch die Diversität unserer Gesellschaft sichtbar machen und zeigen, dass das Judentum zur hiesigen Gesellschaft gehört“, sagte Patrick Kunze, der Bildungsreferent des BDKJ Berlin für Vorpommern. (epd)

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