Auslauf im Freien statt Leben im Stall - In Deutschland leben immer mehr Legehennen in artgerechter Haltung. Für eine Haltungsform mit wenig Tierwohl läuft die Zeit nun ab.
Immer mehr Legehennen in Deutschland werden ökologisch und artgerecht gehalten. So wuchs der Anteil der Tiere in Ökohaltung in den vergangenen zehn Jahren von 9,4 auf zuletzt 14,3 Prozent, der der Hennen in Freilandhaltung von 17,5 auf 23,6 Prozent, wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Statistik der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung in Bonn hervorgeht.
Die dominierende Haltungsform bleibe zwar mit über 57 Prozent die Bodenhaltung, allerdings habe sich hier der Anteil deutlich verringert (2015: 63 Prozent). Gut vier Prozent der Tiere wurden zudem auch im vergangenen Jahr noch im Käfig gehalten, 2015 waren es noch rund zehn Prozent. Die Käfighaltung ist in Deutschland seit 2016 verboten. Für bestehende Einrichtungen gilt aber eine Auslauffrist bis Ende dieses Jahres.
Seit 2004 muss in allen EU-Staaten die Haltungsform der Hennen auf frischen Eiern im Handel ausgewiesen werden. Erkennbar ist diese auf jedem Ei durch eine Zahl am Anfang des Erzeugercodes. Dabei steht "0" für ökologische Erzeugung, "1" für Freiland-, "2" für Boden- und "3" für Käfighaltung.