Hohe Auszeichnung für ehemalige US-Botschafterin in Deutschland

Das Jüdische Museum Berlin zeichnet die ehemalige US-Botschafterin Amy Gutmann mit dem Preis für Verständigung und Toleranz aus. Auch der israelische Physiker Daniel Zajfman wird für sein Engagement geehrt.

Der Preis für Verständigung und Toleranz des Jüdischen Museums Berlin geht in diesem Jahr an die ehemalige US-Botschafterin in Deutschland, Amy Gutmann. Die 75 Jahre alte Tochter eines jüdischen Emigranten aus Franken stehe dafür, dass Demokratien Fürsorge, Widerstandskraft und Handeln benötigten, so die Begründung. Zur Verleihung des Preises am Samstagabend in Berlin hatte auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sein Kommen angekündigt.

Gemeinsam mit Gutmann wird auch der israelische Physiker Daniel Zajfman ausgezeichnet. Geboren 1959 in Brüssel als Nachkomme von Holocaust-Überlebenden, wanderte Zajfman nach Israel aus und wurde dort Präsident des Weizmann Institute of Science. Zajfman initiierte zahlreiche Kooperationen zwischen Israel und Deutschland.

Es ist das 24. Mal, dass das Jüdische Museum den Preis für Verständigung und Toleranz verleiht. Geehrt werden den Angaben zufolge Persönlichkeiten aus Kultur, Politik und Wirtschaft, die sich auf herausragende Weise um die Förderung der Menschenwürde, der Völkerverständigung, der Integration von Minderheiten und des Zusammenlebens unterschiedlicher Religionen und Kulturen verdient gemacht haben.

Frühere Preisträger sind unter anderen der Künstler Anselm Kiefer (2019), der Pianist Igor Levit (2020) und die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch (2021). Im vergangenen Jahr war die Holocaust-Überlebende Margot Friedländer (1921-2025) ausgezeichnet worden.

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